Unser Training

Die Aufgabe der Rettungshundestaffel besteht darin, vermisste Personen mit Hilfe speziell ausgebildeter Hunde aufzuspüren. Dabei konzentrieren wir uns auf zwei Arten der Suche:

Flächensuche: 

Diese wird im freien Gelände durchgeführt, z. B. in Wäldern, Feldern oder unwegsamem Gelände. Sie ist besonders effektiv, wenn keine genauen Hinweise zum Aufenthaltsort der vermissten Person vorliegen. Die Hunde suchen hier eigenständig ein großes Gebiet nach menschlicher Witterung ab. Das Einsatzgebiet der ReSoc Dogs S.F. OdV umfasst den Raum von Gargazon bis Naturns, das Passeiertal und das Ultental.

Trümmersuche:

Diese findet nach Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Murenabgängen statt. Die Hunde durchsuchen eingestürzte Gebäude oder Geröllmassen gezielt nach Verschütteten. Durch ihre feine Nase können sie selbst kleinste Geruchsspuren wahrnehmen und auf Menschen unter Trümmern hinweisen. Die Mitglieder von ReSoc, die zum Trümmerteam gehören und vom Verband der Rettungshundestaffeln Südtirol ODV als einsatzfähig bewertet wurden, werden für Einsätze in Südtirol und auf Anfrage auch im gesamten nationalen und internationalen Gebiet aktiviert.

Ausbildung der Rettungshundeteams

Grundlage für den erfolgreichen Einsatz ist eine umfassende und intensive Ausbildung jedes Teams, bestehend aus Hundeführer*in und Hund.

Flächensuchhunde eignen sich für Einsätze in ganz unterschiedlichen Geländeformen. Durch regelmäßiges Training an wechselnden Orten sind die Hunde in der Lage, unabhängig von Vegetation, Geländeform, Tageszeit oder Witterung zuverlässig zu suchen. Die Anforderungen an die Teams sind hoch und variieren je nach Situation. Daher werden im Rahmen der Ausbildung folgende Kompetenzen besonders geschult:

Für den Hundeführer / die Hundeführerin:

  • Lagebeurteilung und Einschätzung möglicher Gefahren
  • Orientierung mit Karte, Kompass und GPS
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen für Mensch und Hund
  • Kenntnisse über Abseiltechniken
  •  Kenntnisse über Funkkommunikation

Für das Team Mensch-Hund:

  • Zuverlässige Sucharbeit in unterschiedlichen Geländeformen
  • Selbstständige Suche unter Berücksichtigung der Windverhältnisse
  • Lenkbarkeit und Führigkeit des Hundes
  • Sicheres Anzeigen einer gefundenen vermissten Person


Diese einzelnen Elemente werden in aufeinander aufbauenden Ausbildungsabschnitten kontinuierlich trainiert und regelmäßig zu vollständigen Sucheinsätzen zusammengeführt.

Dauer und Anforderungen der Ausbildung

Die Ausbildung eines Suchhundes erfordert Geduld, Beständigkeit und sehr viel Engagement. In der Regel dauert es mindestens zwei Jahre intensiven Trainings, bis ein Hund für den realen Einsatz bereit ist. Und auch danach lernt der Hund während seiner gesamten „Karriere“ weiter – je mehr Erfahrungen er im Training und bei Einsätzen sammelt, desto sicherer wird er. 

Trainingsorganisation bei ReSoc Dogs S.F. OdV

Die Mitglieder der Staffel trainieren regelmäßig und intensiv:

  • 1x pro Woche (samstags) ganztägiges Suchtraining – in wechselnden Gebieten, meist im Wald
  • Monatlich, nach Möglichkeit ein ganzes Wochenende, Trümmersuche – auf spezialisierten Übungsgeländen im In- und Ausland
  • Mindestens 1x pro Woche abendliches Training zur Unterordnung und zum Gehorsam



Gerade das Gehorsamstraining ist ein zentraler Bestandteil der Ausbildung. Es schafft eine unsichtbare Verbindung zwischen Hund und Mensch, die es ermöglicht, den Hund auch auf größere Distanz präzise zu lenken. Nur durch viele gemeinsame Trainingsstunden entsteht das, was wir als echte Rettungshunde-Einheit bezeichnen.